Omaruru zu entsetzen. In vier Tagen legte Hauptmann Franke mit seinen Leuten die zoo km betragende Strecke Gibeon—Windhuk zurück und schlug in schweren Gefechten die feindliche Übermacht bei Okahandja und Omaruru zurück. Ende Januar gelang es Leutwein, mit den Bondelzwarts Frieden zu schließen. Sämtliche Truppen wurden nach Norden in Marsch gesetzt, um mit den HereroS abzurechnen. Inzwischen waren auch die ersten Verstärkungen aus der Heimat unter den Majoren von Estorff und von Glasenapp eingetroffen. Im Verein mit der alten Schutztruppe konnten diese Kräfte im April 1904 die Hereros in mehreren ernsten Zusammenstößen, besonders in den Onjatibergen, zurückdrängen. Unsere Verluste in diesen Gefechten waren aber verhältnismäßig schwer, besonders an Offizieren. Fast das ganze Volk der HereroS zog sich dann am Waterberg auf engem Raum zusammen.
So war die militärische Lage, als ich mit den ersten Transporten meines Regiments in Südwest eintraf. Der neue Oberkommandierende, Generalleutnant von Trotha, faßte den Entschluß, die HereroS mit allen Kräften anzugreifen. Es wurden sechs gemischte Abteilungen aus berittener Infanterie und Artillerie gebildet und zu einer konzentrischen Operation gegen den Waterberg bereitgestellt. Mein Detachement hatte von Südwesten aus vorzustoßen. Am n. August früh begann der allgemeine Angriff.
Die von Süden heranrückende Abteilung Mühlenfels stieß bei Hamakari auf die Hauptmasse der Orlogleute. In den hier entbrennenden schweren Kampf wurde auch das Hauptquartier verwickelt. Die aus Südost vorstoßende Abteilung Heyde wurde in dichtem Busch überfallen und zeitweise in dem unübersichtlichen Gelände, in dem die Hereros von den Bäumen herabschössen, hart bedrängt. Auch die Abteilung Estorff stieß östlich von der Station Waterberg der Otawibahn auf heftigen Widerstand, während meine Abteilung an der Station Waterberg selbst in Kampf geriet gegen Hereros, die sich am Südabhang des Waterbergs geschickt in den Klippen eingenistet hatten. So wurde an vier räumlich weit auSeinanderliegenden Stellen zum Teil bis in die Nacht hinein heftig gekämpft. Besonders ausgezeichnet hat sich dabei die Heliographenstation des Leutnants Auer von Herrenkirchen, die sich auf einer vorspringenden Klippe am Südrand des Waterberges eingenistet
S Deiinling, Zeit
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