soviel Für und Wider, je nach Parteiengunst und -haß, geredet, geschrieben und gedruckt worden, daß ich meiner Darstellung der Ereignisse den offiziellen Bericht zugrunde legen will, den ich am 25. November 191z dem Kriegsminister von Falkenhayn erstattet habe.
In Zabern war eö im letzten Jahre wiederholt zu Streitigkeiten zwischen Soldaten und einzelnen Einwohnern gekommen. Der Anlaß war meist sehr harmloser Natur. Durch Zurufe von jungen Leuten wie: „Kohldampfschieber" oder „Spinner" hatten sich Soldaten beleidigt gefühlt. Eine Schlägerei in der Silvesternacht zu vorgerückter Stunde war die Folge. Die beteiligten Militärpersonen wurden kriegsgerichtlich schwer bestraft, während die Gegenpartei straffrei ausging. Auch Strafanträge von Soldaten gegen einzelne Zivilpersonen fanden keine gerichtliche Erledigung. Dadurch kam es zu einer gewissen Überempfindlichkeit der Soldaten gegen an sich unbedeutende Anrempeleien, wie sie in keiner Garnison ganz zu vermeiden sind.
Am 28. Oktober 191z übten die Rekruten der 5. Kompagnie des in Jabern liegenden Infanterie-Regiments Nr. 99 auf dem kleinen Exerzierplatz bei Monsweiler, unter Aufsicht des Leutnants von Forstner. Der Sergeant Höflich ermähnte gerade im Zusammenhang mit einer kleinen Disziplinwidrigkeit, die sich kurz vorher auf dem Schießstand ereignet hatte, den vorbestraften Rekruten Elbnik, sich anständig zu führen und allen Schlägereien aus dem Wege zu gehen, wozu er in Jabern leicht kommen könne. Da trat Leutnant von Forstner an die Abteilung des Sergeanten heran und sagte nach Aussage der Zeugen zu dem Rekruten:
„Sie sind schon oft vorbestraft und gehen jetzt allein aus. Nehmen Sie sich vor Schlägereien in acht, zu denen Sie zu neigen scheinen. Hemmen Sie Ihren Tatendrang. Wenn Sie aber von ein paar solchen „Wackes" (ein Spitzname für die Elsässer mit dem Nebensinn: Raufbold, Bummler) angegriffen werden, so wehren Sie sich Ihrer Haut und gebrauchen Sie Ihr Seitengewehr ordentlich. Und wenn Sie dabei so einen „Wackes" über den Haufen stechen, so schadet es nichts. Wenn Sie sich richtig benehmen, dann bekommen Sie von mir noch zehn Mark."
Wegen dieser naßforschen Rede ist Leutnant von Forstner dahin
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