Ruhe und Einigkeit, die allein den Wiederaufbau unserer Zukunft verbürgen.
Mit der Versicherung usw.
Hochgebietender Herr General!
Den Eingang Ew. Exz. Brief bestätige ich dankend. Ich hätte erwartet, daß Ew. Exz. in der Lage wären, mir aus eigener Anschauung etwas mitzuteilen; so wiederholen Sie nur, was andere wahr- heitöwidrig behaupten; selbstverständlich sprechen Ew. Exz. dies in gutem Glauben aus.
Ich will aus das Allgemeine in Ew. Exz. Brief nicht eingehen, sondern nur den Fall 2, Sommer 1917, herausgreifen. Darf ich folgendes fragen:
1. Haben Ew. Exz. die Erklärung des Reichskanzlers Dr. Michaelis, des Generalfeldmarschalls, Dr. Helfferichs und meine gelesen?
2. Auch die Ergänzung, die Dr. Michaelis dem von dem Ministerpräsidenten vorgelesenen Brief gegeben hat?
g. Kennen Ew. Exz. die Abschüttelungen der fremden Regierungen Herrn Erzberger gegenüber? Und endlich:
4. Wie präzisieren Ew. Exz. die Aufgabe deö Chefs des Generalstabs des Feldheeres gegenüber der Reichsleitung in allen Friedensfragen?
Sollten mir Ew. Exz. hierauf antworten, so würde ich es mit Genugtuung begrüßen.
Im übrigen darf ich aussprechen, daß auch die andem zwei Fälle nicht zutreffend sind. Sollten Ew. Exz. in mein alsbald erscheinendes Buch einen Blick werfen, so werden Sie vielleicht erkennen, daß doch vieles anders war und daß ich so handeln mußte, wie ich gehandelt habe.
Grundsätzlich bin ich der Ansicht, daß ein Verständigungsfrieden gegenüber dem Vernichtungswillen unserer Feinde nicht möglich war. Jedenfalls liegt für mich kein Anhaltspunkt für die Möglichkeit eines solchen vor. Ich kann mich darauf auf einen klassischen Zeugen, Grafen Czernin, beziehen.
Deimling."
„Berlin, 18. August 1919.
250