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Erster Theil
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260
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Marter» für die Besiegten aussinnen und an ihnen ausüben. Nun werden die Gefangenen gemustert und alle Unbrauchbaren niedergemacht. Nachdem der Sieger auch so viel Vieh, als er fin­den konnte, zusammengetrieben hat, tritt er den Rückzug an. Von Soldaten eingeschlossen, bewegt sich der Zug der Gefangenen, mehr gestoßen und gepeinigt, als eine Hecrde Vieh. Der Kommandi- rende ruft Halt. Alles wendet die Blicke nach dem brennenden Dorfe. Ob dort ein Schwervcrwundeter erst in den Flammen sei­nen Tod findet; ob dort ein gemartertes Weib mit den Zahnen in die Erde beißt, um ihre Schmerzen zu betäuben, ob sie, unfähig zum Gehen, die vernichtende Feuersbrunst näher und näher kom­men sieht und sich bei ihr die Todesangst zum Todeskampfe ge­sellt; ob inmitten einer vom Feuer ergriffenen Hütte ein verlassenes Kind um Hülfe schreit — den Sieger kümmert das wenig. So geht es mit noch mehreren Dörfern, bis man Sklaven genug hat oder dem Klima und dem immer und immer die Soldaten um­schleichenden Feinde nicht mehr widerstehen kann. Sengend und brennend, mordend und plündernd ziehen die Soldaten nach Char­thum zurück.

Der Zug geht langsam. Die schmerzgcpcinigten Männer, welche noch Wunden vom Schlachtfelde her tragen, deren Hälse die Scheba wund reibt, die armen, halb verdurstenden und ver­hungernden Weiber, die schwachen Kinder sind nicht im Stande, schnell zu gehen.

Ich habe einen Transport Dinkha-Neger in Charthum an­kommen sehen. Der Anblick war schauderhaft. Keine Feder kann ihn beschreiben, keine Worte drücken ihn aus. Mir hat er wochen­lang wie ein Bild des Schreckens vor der Seele gestanden.

Es war am zwölften Januar 18 L 8 . Vor dem Re- Licrungsgebäudc in Charthum saßen über sechzig Männer und Wei­ber im Kreise auf der Erde. Alle Männer waren gefesselt, die Wei­ber frei. Kinder krochen auf allen Vieren zwischen ihnen herum. Die Unglücklichen lagen ohne den geringsten Schutz in der glühen­den Sonne, mit stieren, todten und dennoch unendlich traurigen Blicken auf der Erde, ohne zu klagen, ohne zu wimmern. Eiter