Dokument 
Encyklopaedie der weiblichen Handarbeiten / von Thérèse de Dillmont
Seite
236
Rechtsdrehung 90°Linksdrehung 90° 
  
  
  
  
  
 
Einzelbild herunterladen

236

DAS HÄKELN

Wenn kräftiger Faden zum Häkeln verwendet wird, rathen wir zur Benutzung eines recht groben Häkchens.

Schräger Häkelstich (Abb. 408). — Der schräge Häkel­stich wird ganz auf der Recht­seite des Gegenstandes aus­geführt.

Man fasst das rückwärtige Glied einer Masche der unteren Reihe auf, fängt den Faden mit dem Häkchen, ohne ihn um die Nadel zu legen und zieht die Schlinge durch — hier muss der Faden vor der Nadel liegen — dann wird er, ohne ihn um das Häkchen zu legen, durch beide Schlin­gen gezogen.

Kreuzhäkelstioh. — So wird der oben beschriebene Stich genannt, wenn beide Schlingen der vorhergehenden Reihe zusammengefasst werden.

Schräger russischer Häkelstich (Abb. 409). — Zu die­sem Häkelstich ist die Nadel unter und zwischen die beiden senkrechten Maschenglieder der vorhergehenden Reihe zu führen.

Der Deokenstich (Abb. 410). — Für Decken eignen sich ebenfalls weniger dicht gehaltene Stiche als die soeben be­schriebenen. Der hier abgebildete Stich ist wie folgt herzu­stellen : Den Faden auf die Nadel legen, diese unter beide wagrechte Maschenglieder führen, den Faden ohne umzuschla­gen mit dem Häkchen fassen, die Schlinge durchziehen, den Faden nochmals auf die Nadel legen, diese dann durch alle drei Schlingen ziehen.

Der Knüpfhäkelstich (Abb. 411). — Eine hübsche Abwechslung der Häkelstiche erzielt man durch den hier dargestellten Knüpfstich. Man schlägt einmal um, führt

Abb. 408. Schräger Häkelstich.

Abb. 409.

Schräger russischer Häkelstich.

wmmm