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Die Beschäftigung des weiblichen Geschlechts in der Hand-Arbeit oder praktische Nachweisung der Thätigkeit der Frauen im Haushalte, im Verkehr, in der Klein- und Groß-Industrie, in den verschiedenen Gewerben, selbstständigen Erwerbsarten, und den zunächst damit verbundenen Absatz-Geschäften / von A. Daul. Mit einem Vorwort von Max Wirth
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Die Wollen-Manufaktur.

tersbach (Böhmen) beschäftigt werden. — Aus Bayern stellte in Paris nur die Kammgarnspinnerei von Kaiserslautern (mit einem Arbeiterpersonale von 450 — 500 Personen) aus. Die Kammwollen- fabrikation Würtemberg's beschäftigt in den 3 Etablissements zu Bietigheim, Eßlingen und Salach 1400 Arbeiter. — Was endlich Oesterreich betrifft, so hat dasselbe in Böhmen, Schlesien, Nieder- und Oberösterreich 8 Kammgarnspinnereien, welche meistens ihre eige­nen Webereien haben. Von den 19 österreichischen Ausstellern be­schäftigt die Aktien-Gesellschaft der Vöslauer Kammgarnfabrik 500 Personen, „die noch niemals aus Mangel an Arbeit gefeiert haben", und Liebig L Comp. in Reichenberg und Mildenau in Böhmen, sowie in Nußdorf bei Wien ca. 6000 Personen! —

Was aber nun dieStreichwollen-Fabrikation und zwar vor Allem Frankreichs anbetrifft, so arbeiten zwei Drittel der hierin engagirtcn Personen in den Fabrik-Etablissements selbst, und unter diesen machen die Frauenspersonen zwei Fünftel aus. — In Eng­land verdienen die hierin beschäftigten erwachsenen Frauenspersonen 7, 10, 15 und 20 sk. für 60 Arbeitsstunden Pr. Woche — und 6, 10 bis 16 8k. für 54—60 Arbeitsstdn. die noch unerwachsenen Mädchen. — In Deutschland nimmt diese, besonders die Tuchfabrika- tion in sich begreifende Industrie einen bedeutenden Standpunkt ein. Dies zeigt schon die starke Betheiligung Preußens mit den übrigen norddeutschen Staaten auf der Ausstellung zu Paris. Die Anzahl der norddeutschen Aussteller betrug nämlich 120, und zwar: aus Anhalt (1), aus Preußen 96, und zwar von Branden­burg 39: aus Guben (2), Kottbus (7), Luckenwalde (3), Som­merfeld (2), Sorau i. L. (2), und Spremberg i. L. (17); von Hannover 3 (Osterode a. H.); von Hessen 3 (Hersfeld 2); von Nassau 2; von Rheinpreußen 21: Aachen (9), Dürcn (2), Eupen (2), Hirschberg (2), Hückeswagen (3); von Sachsen 2; von Schlesien 24: Forst i. L. (10), Görlitz (4), Grünberg (5), Sagan (3), und von Westfalen 2 (aus Meschede); dann von Sachsen Altenburg 1 (aus Ronneburg), und vom König­reich Sachsen 23: Bischofswerda (2), Crimmitzschau (2), Großen- hain (4), Hainichen (7), Leisnig (2). — Von denselben werden Personen in verschiedener Anzahl, von 12—800 beschäftigt (500 bei Graeser, Tuchwaarenfabrikant in Langensalza, und in der Woll­spinnerei von Kürtzel in Crimmitzschau; — 560 beim Tuchfabri­kanten Geißler in Görlitz, und 500—600 in der Fabrik und 200 in der Umgegend vom Wollenwaarenfabrikanten Lehmann in Böh- ringen bei Roßwein (Sachsen), — sowie 600 beiMeyer in Aachen, — 600—700 bei Mayer in Eupen, — und 600—800 bei Tannen- baum, Pariser L Comp. in Luckenwalde).

Von den Kunstwolle-Fabrikanten endlich (welche Shoddy oder Kratzwolle (s. S. 796) bereiten, beschäftigen: Schliemann bei Kiel 12—16 Personen, Reese in Bodenwerder a.d. Weser 100,